Fünf Punkte für mehr Lohngerechtigkeit

 
 

 

Die SPD-Bundestagsfraktion hat in den vergangenen vier Jahren viel gegen Lohnungerechtigkeit und für eine echte Gleichstellung getan. Wie genau hat das ausgesehen?

  • Eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf haben wir unter anderem mit dem ElterngeldPlus und dem Kitaausbau ermöglicht.

  • Mit dem Entgelttransparenzgesetz haben wir dafür gesorgt, dass Frauen ihren Anspruch auf gleichen Lohn bei gleicher oder gleichwertiger Arbeit künftig besser durchsetzen können.

  • Die Frauenquote sorgt dafür, dass Frauen besser in Führungspositionen aufsteigen können. 

  • Vom Mindestlohn profitieren vor allem Frauen

Das sind wichtige Erfolge, aber es gibt auch noch sehr viel zu tun. In vielen Dingen hat uns die CDU und CSU ausgebremst. Wir wollen, dass sich die Gleichberechtigung von Frauen und Männern auch auf dem Lohnzettel wiederfindet. Damit wir dieses Ziel möglichst bald erreichen, müssen wir jetzt weiter konsequent die Ursachen von Lohnungerechtigkeit bekämpfen.

1. Soziale Berufe aufwerten

Rund 80 Prozent der Beschäftigten im Gesundheits- und Sozialwesen sind Frauen. Sie leisten wertvolle Arbeit für unsere Gesellschaft, die oft nicht ausreichend wertgeschätzt wird. Und noch immer schlechter entlohnt wird als beispielsweise technische Berufe. Das wollen wir mit einem Aktionsprogramm zur Aufwertung sozialer Berufe und einem Pakt für anständige Löhne ändern. Wir wollen gemeinsam mit den Bundesländern für eine gebührenfreie und bezahlte Ausbildung sorgen. Wir wollen die Tarifbindung und die Sozialpartnerschaft stärken, um für eine bessere Bezahlung zu sorgen. Und wir wollen den Beschäftigten bessere Entwicklungsperspektiven eröffnen – beispielsweise durch neue Qualifizierungsmöglichkeiten bis zum Studium und durch Fort- und Weiterbildungsangebote.

2. Entgelttransparenzgesetz weiterentwickeln

Das Gesetz zur Entgelttransparenz wollen wir zu einem Entgeltgleichheitsgesetz weiterentwickeln: Mit einem Verbandsklagerecht, umfassenden Auskunftsansprüchen für Beschäftige auch in kleineren Unternehmen und verpflichtenden Prüfverfahren zu den Entgeltstrukturen in Unternehmen.

3. Rückkehr in die vorherige Arbeitszeit ermöglichen

Mehr als die Hälfte aller erwerbstätigen Frauen sind in Teilzeit beschäftigt. Wer vorübergehend seine Arbeitszeit reduzieren möchte, darf nicht auf Dauer in einer „Teilzeitfalle“ gefangen sein. CDU und CSU haben die längst überfällige Weiterentwicklung des Teilzeitrechts blockiert. Wir werden in der kommenden Legislaturperiode das Rückkehrrecht in die vorherige Arbeitszeit schnellstmöglich umsetzen. Denn Frauen und auch Männer sollen die Planung über Karriere und Berufsleben selbst in der Hand behalten.

4. Vereinbarkeit von Familie und Beruf voranbringen

Wir wollen, dass Familie und Beruf besser zusammengehen – für Frauen und Männer. Mit der Familienarbeitszeit wollen wir den eingeschlagenen Weg weitergehen. Wenn beide Elternteile jeweils 75 Prozent bis 90 Prozent der jeweiligen regulären Vollzeit arbeiten, sollen sie für bis zu 24 Monate ein Familiengeld in Höhe von 300 Euro monatlich erhalten. Natürlich sollen auch Getrennt- und Alleinerziehende das Familiengeld bekommen. Die Familienarbeitszeit führen wir auch für die Pflege Angehöriger ein.

Mit guten Betreuungsangeboten wollen wir die Vereinbarkeit von Familie und Beruf weiter voran bringen. Wir wollen mehr Kitas, bessere Arbeitsbedingungen für Erzieherinnen und Erzieher und noch mehr Qualität in der Kindertagesbetreuung. Deshalb fordern wir einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung von Kita- und Grundschulkindern mit finanzieller Beteiligung des Bundes. Darüber hinaus wollen wir mit einem bundesweiten Kita-Qualitätsgesetz die Qualität der frühkindlichen Bildung verbessern und Zugangshürden abbauen, indem wir die Kita-Gebühren schrittweise abschaffen.

5. Den Weg frei machen für mehr Frauen in Führungspositionen

Mit der Quote haben wir den Kulturwandel in der Arbeitswelt eingeleitet. Die aktuellen Berichte der Bundesregierung zeigen, dass vor allem dort Erfolge zur verzeichnen sind, wo die feste Quote gilt. In Vorständen beträgt der Frauenanteil allerdings derzeit nur 6,1 Prozent – das ist nicht akzeptabel. Wir werden daher die Frauenquote weiter steigern. Gleichzeitig wollen wir ihren Geltungsbereich auf alle Unternehmen, auf Körperschaften des öffentlichen Rechts und auf alle Gremien wie Vorstände und Aufsichtsräte ausdehnen. Führungsgremien sollen jeweils zu 50 Prozent mit Frauen und Männern besetzt sein.

 

 


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