So war's: "Was hat das schnelle Internet mit der Lebensqualität der älteren Generation zu tun?"

 

Kirsten Lühmann hatte am Dienstag, 28.8. im Rahmen des Bundestagswahlkampfes gemeinsam mit der SPD Wriedel zu einer Infoveranstaltung zu Nutzungsmöglichkeiten des Breitbandinternets nach Brockhöfe eingeladen. Zielsetzung der Veranstaltung gerade an diesem Ort war, insbesondere Personen, die bisher noch keine klassischen Internetnutzer sind und sich noch nicht für das Buchen eines Glasfaser-Breitbandanschlusses entschieden haben, Informationen zu liefern.

 

Diese Informationen sollten für die Entscheidung wertvolle Hilfestellungen geben. Die Veranstaltung sollte speziell zu den Themen „Telemedizin“ und „Nutzungsmöglichkeiten im Haushalt“ tiefer gehende Informationen und Anregungen liefern.

Als Experte konnte Herr Swarat vom Fraunhofer-Institut in Berlin gewonnen werden und auch zwei Ärzte aus dem Bereich Wriedel waren dabei. Das Ziel der Veranstaltung, gerade mit den Menschen über Nutzungsmöglichkeiten ins Gespräch zu kommen, die sich bisher eher wenig mit diesem Bereich befasst haben und an diesem Abend ohne Hemmungen wichtige Informationen bekommen konnten, wurde erreicht, wobei von den etwa 30 Gästen der Veranstaltung viele auch Multiplikatoren aus den Bereichen Gesundheit und Sozialverbände waren.

Bürgermeister Harneit und sein Stellvertreter Herr Peter waren ebenfalls anwesend und trugen aktuelle Informationen zum Stand der Glasfaservermarktung bei.  Alle Teilnehmenden waren sich einig darin, dass das Cluster Wriedel unbedingt die erforderliche Quote von 60% erreichen muss, um nicht einen entscheidenden Rückschlag für die Attraktivität der Region zu erleiden. „Der Breitbandanschluss ist heute schon genauso wichtig für die Zukunftsfähigkeit des ländlichen Raumes wie Kanalisation, Straßenanbindung oder Busanbindung“, stellte Kirsten Lühmann fest. Der Fraunhofer-Experte Herr Swarat zeigte viele Beispiele für mögliche Nutzungen im medizinischen Bereich, aber auch für die Einkaufslogistik und das Gemeindeleben an sich auf, die die Anwesenden zu angeregten Beiträgen animierten. Das digitale Netz muss kein Ersatz für persönliche Kontakte in den Kommunen sein, sondern kann diese durch angepasste Angebote verbessern und in manchen Bereichen sogar neu beleben, waren sich die Teilnehmenden einig. Die aufgezeigten Möglichkeiten können u.a. einen vorzeitigen Umzug in ein Pflegeheim verhindern, durch digitale Gesundheitsüberwachung können Menschen länger selbstbestimmt in ihrer Wohnung leben.

Die beiden Hausärzte wiesen auf rechtlich bestehende Verpflichtungen im Gesundheitsbereich hin, die eigentlich jetzt schon eine leistungsfähige Internetverbindung als Voraussetzung haben müssten. Gerade der Fachaustausch im medizinischen Bereich würde durch ein Glasfasernetz entscheidende Entwicklungsmöglichkeiten erhalten, die gerade älteren Mitbürgern ein längeres und sichereres Leben in der gewohnten Umgebung ermöglichen könnten. 

Insbesondere das Fraunhofer-Konzept eines „digitalen Dorfes“ wies Aspekte auf, die zumindest teilweise in und um Wriedel umsetzbar wären. Der Wriedeler Bürgermeister Harneit appellierte mehrfach leidenschaftlich bei allen Anwesenden für eine Werbung für weitere Glasfaseranschlüsse, um in den verbleibenden drei Wochen noch auf die notwendige Zahl von etwa 700 Anschlüssen zu kommen. Augenblicklich haben sich gerade einmal halb so viele Interessenten gemeldet. Konkrete Ergebnisse des Abends waren zwei Ideen, über die Arztpraxen und eine direkte Ansprache der in manchen Bereichen noch zu zögerlichen älteren Generation die notwendige Anschlussquote sicher zu stellen. Abschlussresumé von Marianne Müller: „Ohne Glasfasernetz ist hier für die nächsten Jahrzehnte der Zug für die Ansiedlung neuer Bürger, die unsere Betriebe dringend brauchen, abgefahren!“

 

 


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